HÖRlokal - Unterhaltung aus dem Nassauer Land

HÖRlokal - Unterhaltung aus dem Nassauer Land

Transkript

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00:00:02: Hier ist ihr buntes Hörlokal, da hören sie ganz und gar lokal.

00:00:10: Ihr Platz im schönen Hör-Hör-Lokal.

00:00:23: Ach Mensch, was bleibt?

00:00:24: Diese große Frage steht im Mittelpunkt einer außergewöhnlichen Ausstellung die aktuell in der Dausendauer Kastorkirche zu sehen ist.

00:00:32: Möglich gemacht haben das die Stiftung Apollonia von Ehr, das evangelische Dekanat Nassau Allant und die Bonner Stiftungen Kunst & Kultur.

00:00:40: über die Idee dahinter – über Kunst Vergänglichkeit und die Frage Was eigentlich von uns bleibt, spreche ich heute mit Professor Dr.

00:00:48: Stefan Schauhoff.

00:00:50: Was bleibt eigentlich von uns?

00:00:52: Von dem, was wir tun.

00:00:53: Von den Menschen die wir lieben – von einem ganzen Leben!

00:00:57: Ach Mensch, was bleibt?

00:00:58: Genau diese Frage stellt eine Ausstellung die derzeit in Dausenaud zu sehen ist.

00:01:03: Und sie tut das nicht nur zwischen Ausstellungstafeln.

00:01:06: Runterum gibt es ein großes Rahmenprogramm, dass dazu einlädt über Leben, Abschied, Tod und das, was wirklich zählt ins Gespräch zu kommen.

00:01:15: Finanziert wirds die Ausstellung unter anderem von der Apollonia von Erstiftungen.

00:01:19: Ihr Mitbegründer Prof.

00:01:20: Dr.

00:01:21: Stefan Schauhoff ist heute bei mir.

00:01:23: mit ihm möchte ich darüber sprechen warum wir uns ausgerechnet mit diesem Thema beschäftigen sollten, den wir sonst ziemlich gerne aus dem Weg gehen.

00:01:31: Und natürlich darüber was bleibt eigentlich für ihn?

00:01:35: Erst mal herzlich willkommen bei Dr.

00:01:36: Schauhoff!

00:01:37: Ja

00:01:37: vielen Dank.

00:01:39: Warum braucht es eine Ausstellung die uns mit der Frage konfrontiert, was eigentlich

00:01:44: bleibt?

00:01:45: Ich glaube eine derartige Ausstellung hilft ungemein für unser Leben und zwar wirklich unser Leben vor dem Tod sich mit der was von uns eigentlich bleibt.

00:01:59: Ich glaube, dass es ein bewussteres Leben, ein besseres Leben und ein glücklicheres Leben für uns das Ergebnis dieser Beschäftigung sein kann.

00:02:07: Und ich möchte vielleicht noch zu der Ausstellung sagen wesentlich an der Ausbildung ist.

00:02:12: wir haben viele tolle Kunstwerke die dort ausgestellt werden aus allen Jahrhunderten, aus allen Kulturen und man wird sehen, wer die Ausstellung besucht wofür ich sie erwerben kann jeden Donnerstag bis Sonntag von vierzehn bis achtzehn Uhr, dass man dort in der Ausstellung in der Kirche in Dausenau zum einen eben emotional angeregt wird über dieses Thema nachzudenken zu sehen.

00:02:37: Dass diese Frage die Menschen schon immer beschäftigt hat – in allen Zeiten alle Kulturen und das man für sich selbst auch bewusster der Frage sich nähert, wie will ich mein Leben gestalten im Hinblick darauf dass es vergänglich ist.

00:02:52: Wie es bei allen Lebewesen vergänglig ist das auch für den Menschen vergängig und wichtig ist auch was die Ausstellungen uns glaube ich aus sehr leert.

00:03:03: Wir leben in einer Zeit, wo wir alle versuchen oder nicht alle versuchen aber wo wir vielleicht ein wenig gedrängt werden.

00:03:08: In die Richtung alle persönliche Identitäten besondere Identitäten herauszuarbeiten eine besondere Individualität zu schaffen.

00:03:16: was auch immer Die Ausstellung lehrt uns wir Menschen sind alle gleich.

00:03:20: darum heißt sie auch ach Mensch Was bleibt unabhängig davon, was der Einzelne schafft oder auch nicht schafft?

00:03:27: Was hat das in seinem eigenen Denken oder Nichtschaft?

00:03:30: von jedem bleibt ganz viel und mit dem Gefühl kann man aus dieser Ausstellung wieder herauskommen.

00:03:37: Ganz toll finde, wir haben fünfzig Ehrenamtliche mit Bürgerinnen und Mitbürger die sich dort alle engagieren in der Ausstellung.

00:03:43: Es gibt ein wunderschönes Hoffnungskaffee das Bewusstso heißt wo man Kaffee und Kuchen und sehr gute Gespräche bekommt natürlich auch Tee wer das gerne möchte und dort sich einfach darüber unterhalten kann über die Perspektive unseres Lebens wie wir unsere Lebenszeit ausfüllen für ein gutes bewusstes glückliches Leben.

00:04:05: Todsterben und Abschied sind aber ja leider Themen, die wir im Alltag gerne wegschieben.

00:04:11: Warum sollten wir trotzdem nicht nur darüber nachdenken wie Sie jetzt eben gesagt haben sondern auch darüber sprechen und miteinander

00:04:17: sprechen?

00:04:19: Wir reden viel darüber dass wir einsam sind als Menschen heute.

00:04:23: Wir sind natürlich deswegen einsam wenn wir die Dinge verdrängen, die uns eigentlich bewegen.

00:04:29: das Verdrängen ich meine wir wissen das ja auch aus der Psychologie heraus.

00:04:32: Das Verdrängen der großen Probleme hilft in keiner Beziehung die wir untereinander haben, aber auch in keiner Beziehung nicht im Bezug auf unser Leben im Ganzen.

00:04:44: Sondern es hilft nur sich dessen bewusst zu sein und darüber auch hin ein Gespräch zu kommen und seine Ängste zu äußern.

00:04:52: Natürlich sollen mir unsere Ängsten vor dem Tod äußeren – das gehört ja dazu!

00:04:56: Aber ich glaube, die bewusste Beschäftigung mit dem Tod führt dazu, dass der Tod seinen Schrecken für uns verlieren kann.

00:05:03: Und das ist eine sehr positive Erfahrung und es ist jetzt auch nichts vollkommen Neues also nichts wo wir sagen.

00:05:09: jetzt habe ich aber eine Entdeckung gemacht zu könnten was man endlich tun sondern was die Ausstellung zeigt seit jeher in der griechischen Philosophie die Historiker haben sich schon sehr bewusst dafür plädiert maßvolles Leben führen soll, im Hinblick darauf dass wir alle sterblich sind.

00:05:26: Dass wir uns bewusst machen sollen zu welchen Sünden wir möglicherweise neigen das wir eine verantwortungsvolle Leben führen.

00:05:33: Früher haben wir immer gesagt ein verantwortung volles Leben vor Gott.

00:05:36: aber auch wer heute in einer Welt lebt die wie wir sagen sekularisiert ist also sich von Gottes ordnung losgelöst hat.

00:05:44: so heißt es doch wir bleiben natürlich verantwortlich für unser leben allein der.

00:05:50: Die Verneinung von Gott führt ja nicht zu mehr Glück, sondern sie führt dazu dass man eine andere Begründung für sein Leben vielleicht versucht zu finden.

00:05:59: Und was die Ausstellung zeigt in allen Kulturen auch beispielsweise in den Völkern Papua Neugineas oder in Anden.

00:06:07: Für all das sind Beispiele dafür.

00:06:09: da haben die Menschen sich natürlich immer mit dieser Frage beschäftigt Was kommt nach dem Tod?

00:06:15: Was bleibt von uns wenn wir versterben?

00:06:20: Was glauben Sie macht die Ausstellung mit den Menschen?

00:06:23: Oder was möchten sie auch, vielleicht auch gerade für Menschen, die noch nicht so viele Gerührungspunkte mit dem Thema hatten.

00:06:30: Mit was für einem Gefühl sie nach dieser Ausstellung nach Hause gehen?

00:06:33: Mit was von Gedanken und Impuls?

00:06:37: Ich glaube wichtig ist für uns alle dass wir ein wenig gelassener werden.

00:06:41: Wir leben ja in hoch aufgerechten Zeiten.

00:06:43: Wir leben in sozialen Medien wie es immer heißt die uns im Grunde jeden Tag eine neue Schreckensnachricht schicken, auf die wir dann stachen.

00:06:53: Aber wir merken ja auch das hilft gar nicht sondern was eigentlich hilft ist eine gewisse Gelassenheit den ganzen Unbilden vor und Niedergängen dessen was um uns herum geschieht, die zu betrachten aber auch jeden tag daran zu arbeiten dass vielleicht Dinge besser werden in unserem eigenen Umfeld soweit wir das gestalten können.

00:07:14: Das Gestalten des Lebens des eigenen Lebens oder auch das Gestalten für andere, dass lieben die Zuwände zu Menschen.

00:07:22: Das alles kann ungemein helfen und wir haben einen sehr schönen Katalog zur Ausstellung auf den ich wirklich mich sehr darüber freue, dass der zustande gekommen ist und da gibt es ein tolles Essay des langjährigen Ratsvorsitzenden in der evangelischen Kirche Deutschlands Heinrich Bedford-Strom der dort unter anderem ausgeführt hat, wir dürfen den Tod nicht als Damoklesschwert betrachten.

00:07:46: Und wir sollen die guten Reden über unsere Nächsten nicht erst anhalten wenn wir auf der Beerdigung stehen sondern wir sollen sie halten zu Lebzeiten.

00:07:55: Wir sollen uns den Menschen zu Lebzeit zuwenden und ihnen zeigen wird hier das was die Kirche Nächste Liebe nennt Das erfahrbar zu machen.

00:08:04: Das stärkt einen ungemein

00:08:08: Rund um die Ausstellung in Daußener gibt es ja ein sehr, sehr großes Rahmenprogramm.

00:08:13: Warum war es Ihnen so wichtig das Thema aus so vielen unterschiedlichen Richtungen zu betrachten?

00:08:18: Und was hält das Rahmenprogrammen denn überhaupt bereit?

00:08:20: Vielleicht mögen Sie ein bisschen davon erzählen.

00:08:24: Zunächst liege ich mal Wert darauf.

00:08:26: Die Ausschnung ist nicht nur von mir gemacht sondern die Ausstellungen... ist eine Zusammenarbeit von der vor allem dem Dekanat Nassauer Land, also der evangelischen Kirche zusammen mit der Apollonia von Ehrstiftung und der Stiftung Kunst und Kultur aus Bonn, deren Vorstand ich auch schon lange angehöre.

00:08:46: Und die alle drei verschiedene Aspekte im Grunde hineinbringen.

00:08:50: Das eine ist das Dekanaat Nasserer Land bringt die christliche Perspektive ein und bringt einen natürlich... Die Kirche hat ja eine Jahrtausende jahrelange Erfahrung des Umgangs mit dem Tod.

00:09:04: Sie ist dafür da zu trösten, im Leid zu trösten, für Menschen versterben und auch Hoffnung uns allen zu geben was vielleicht nach dem Tode geschehen mag.

00:09:16: Und dass die Kirche das vermitteln kann... Die Kirche hat es in heutigen Zeiten sehr schwer.

00:09:20: viele Menschen sind sehr weit weg von ihr und natürlich ist es auch ein Ziel dieses großartige Angebot das eine Kirche macht auch wieder erfahrbar machen zu machen für viele Menschen.

00:09:31: Geht doch hin, schaut doch hin!

00:09:33: Ihr müsst es ja nicht annehmen, keiner ist gezwungen aber überhaupt diese Möglichkeit sich zu eröffnen und einmal das Kirchengebäude in Dhausenau zu betreten eine wunderschöne alte Kirche aus dem im Grunde zwölften dreizehnten Jahrhundert man muss sich das vorstellen mit fantastischen Fresken Und dort moderne Kunst zeitkönostische Kunst aus allen Zeiten.

00:09:56: Und dazu eben auch die Gedanken der Kirche, das Gespräch mit denen sich dort auskennen.

00:10:02: und eine Besonderheit dazu ist dann eben – da lege ich auf Wert darauf – das Ausstellungsprogramm.

00:10:08: Damit habe ich so viel gar nicht zu tun.

00:10:10: Ich habe aber eine Ausstellung sehr betrieben hier im Ruspieze Nassau wo es darum ging dass eine Kinderbuchautorin kommt um den Kindern mit einer Lesung aus ihrem Buch Fradieschen von unten zu vermitteln, dass der Tod natürlich auch zum Leben der Kinder gehört und Kinder damit umzugehen lernen sollten.

00:10:31: Das kann ihnen sehr helfen denn sie erfahren Trauer und Schmerz und Leid genau wie wir alle Die Veranstaltung, da habe ich sicherlich aktiv mitgewirkt.

00:10:43: Aber bei vielen anderen Veranstaltungen, das ist organisiert vom Dekanat Nassauer Land und es gibt zum Beispiel... Da kann ich nur einladen auf die Website zu schauen des Dekanaats Nassauer Land unter der Ausstellung Achmensch was bleibt wie die Ausstellung heißt Und dort findet man viele verschiedene Veranstaltung.

00:11:07: zum Beispiel, welche Menschen uns geprägt haben wird Frau Pfarrin Magnusson hier demnächst machen.

00:11:13: Den Termin kann man dort alles finden.

00:11:15: die habe ich jetzt leider nicht im Kopf und sind auch relativ viele und ich kann einfach nur an alle sagen lassen sie sich darauf ein probieren Sie es aus wenn sie Zeit haben.

00:11:30: Hat die Beschäftigung mit der Ausstellung, auch mit der Vorbereitung ihre Eigenhaltung zu tot sterben und dem was im Leben wichtig ist vielleicht auch noch mal verändert?

00:11:43: Ja es hat ich würde sagen.

00:11:45: Ich denke sehr viel genauer darüber nach was Philosophie Theologie Und Kunst darstellen.

00:11:53: also wer den Katalog liest oder wer sich mit den Bildern in der ausstellung im einzelnen beschäftigt wird viele viele Geschichten finden.

00:12:02: Es gibt zum Beispiel ein Bild von Paula Rego, einer berühmten portugiesisch britischen Künstlerin die dort das Bild ist betitelt Crossing the Sticks.

00:12:14: Der Sticks war der Fluss in der griechischen Antike, der die Welt der Lebenden von der Welt der Toten trennte und ich habe zwar im Philosophieunterricht in der Schule vor uhrlanger Zeit ein bisschen was darüber gehört aber Natürlich war das auch in Vergessenheit geraten und es war ein Anlass, sich wieder ein wenig damit zu beschäftigen wie die Antike über diese Fragen eigentlich nachgedacht hat.

00:12:37: Wir haben einen Spiel der andienischen Volkskunst dort aus Südamerika mit meiner Frau in Mexiko.

00:12:50: Dort im Mexico City sieht man eine ganz andere Beschäftigung mit dem Tod Der dir, der lost die Fundos.

00:12:56: Wie es dort heißt... ...der Tag der Toten wird dort gefeiert!

00:12:59: Er wird getanzt.

00:13:00: Es ist laut und es ist fröhlich Und es gibt die tiefe Überzeugung im Volk.

00:13:05: Das ist ein schöner Tag.

00:13:07: Wir sind wieder vereint mit den von uns gegangenen.

00:13:10: Wir denken an sie wir freuen uns darüber dass wir sie gehabt haben.

00:13:14: Sie sind uns immer noch gegenwärtig.

00:13:16: Dasselbe haben wir in einem anderen Objekt aus Neuginea.

00:13:20: Neuginia ist sehr weit weg Ist uns sehr fremd Aber dort wird die Erinnerung an die Menschen gesammelt, in einem bestimmten Kunst- und Kultobjekt.

00:13:29: Sie bleibt bewahrt!

00:13:31: Und das ist das was natürlich man sich selbst auch mehr erschließt... wie vielen Menschen, die mittlerweile verstorben sind, ist man in seinem Leben begegnet, die einen geprächt haben, die ein etwas mitgegeben haben, was man bis heute im Herzen trägt.

00:13:47: Das ist ja etwas Großartiges, dass es etwas von diesen Menschen bei uns geblieben ist.

00:13:54: Wir sollten nicht denken, dass mit unserem Tod nur das Nichts kommt.

00:13:59: Sondern natürlich alles was wir im Leben schaffen.

00:14:03: manches gelingt anders gelingt weniger.

00:14:05: Das ist ja normal Aber vieles wird im Herzen der uns nächsten bleiben.

00:14:14: Ihre Stiftung und es passt jetzt trägt den Namen einer Frau die vor fast fünfhundert Jahren gelebt hat Mit der sie auch verwandt sind, so habe ich versucht herauszurecherchieren und finde ja heute trotzdem noch etwas geblieben ist.

00:14:29: Mindestens der Name dieser Stiftung.

00:14:32: Ist das für Sie auch eine Verbindung zum Titel dieser Ausstellung?

00:14:38: Ja ein wenig vielleicht in der Tat.

00:14:40: also Apollonia von Ehr war keine Adlige sondern damals in der Zeit der Reformation wurden die Menschen noch nicht mit Nachnamen bezeichnet.

00:14:56: Und sie lebte im Ort Ehr, indem wir heute noch in der Era Bachmühle unserer Landhaus haben und darum ist die Stiftung nach ihr benannt.

00:15:03: Sie ist außerdem eine Vorfahren in der Tat.

00:15:06: Sie führte das Leben wie damals die meisten Menschen hier in der Region gelebt haben, nämlich als Leib-Eigene als Leib-Eigene der Familie des Freien vom Stein, des berühmten Freien von Stein dessen Vorfahren natürlich in der damaligen Zeit und sie lebte in einer Zeit des Umbruchs.

00:15:28: Die Religion sich fundamental änderte, wo Martin Luthers Lehren immer bekannter wurden.

00:15:33: Wo auch hier auf dem Land letztlich der katholische Glaube durch den evangelischen Glauben für sie abgelöst worden ist und sie hat sicherlich zu ihren Zeiten deswegen auch reichliche Anlass gehabt darüber nachzudenken über das Verhältnis zu Gott und wie es denn sein sollte und wie man vielleicht nicht mit dem Ablass sondern stattdessen mit anderen Taten oder eben unabhängig von Taten indigenade Gottes kommen kann.

00:15:57: Alles dieses ist auch mit Apollonia von er ein wenig verbunden, Apollonja von er in der Tat.

00:16:05: Ich wüsste nicht dass sie in Erinnerung geblieben wäre bis wir Sie quasi durch diesen Stiftungsnamen wieder zum Leben erweckt haben.

00:16:12: und ein wesentlicher Das geht ja auch nicht an das ein wesentlicher Grund war natürlich auch Der wunderschöne Name Apollonian Apollon, das ist der griechische Gott.

00:16:26: Der Musik, der Kultur des Leichten und des Fröhlichen auch.

00:16:31: Und damit wollten wir diese Stiftung auch gerne verbinden – und wir wollten sie sehr gerne mit einem weiblichen Namen verbinden!

00:16:40: Was war denn ursprünglich Ihre persönliche Motivation die Stiftungen ins Leben zu rufen?

00:16:45: Ich glaube es existiert seit Jahrzehnteinundzwanzig.

00:16:49: Wie kam überhaupt dieser Gedanke, dieser Impuls, das zu machen?

00:16:53: Ja, der, sagen wir mal so.

00:16:55: Letztlich ist bis zum Jahr zwanzig war ich beruflich in noch größere Maße eingespannt als heute immer noch.

00:17:02: und dann haben mir meine Frau und ich uns überlegt was machen wir natürlich in der wie man so schön sagt aktiven Zeit bevor es dann vielleicht nicht mehr so gut geht was ja auch kommen mag?

00:17:16: Und die Stiftung ist ein wunderbares Mittel geworden viel besser funktioniert als anträumt, kann ich sagen.

00:17:26: Um ganz viele unterschiedliche gemeinnützige Projekte vor allen Dingen im Rhein-Lan-Kreis zu realisieren, teilweise auch darüber hinaus und das bezieht sich auf soziale Tätigkeiten.

00:17:40: Wir haben lange Zeit die Gemeindeschwester Plus, die vielleicht manche mir begehnend ist mit finanziert.

00:17:46: wir fördern im Moment Obdachlosenarbeit in Lahnstein.

00:17:51: Also es gibt soziale Projekte.

00:17:53: Es gibt auch eine Reihe von einer ganzen Menge kultureller Projekten, darunter jetzt im Moment auch Mensch.

00:17:58: was bleibt als eine Ausstellung?

00:18:00: sicherlich im Jahre zwanzig, sechsundzwanzig ein wichtiges Projekt für die Stiftung aber nächstes Jahr sind das wieder andere Projektes und es gibt auch viele an denen wir arbeiten auch eine ganze Menge die noch gar nicht spruchreif sind in irgendeiner Form Und das macht einfach Spaß Dinge zu gestalten.

00:18:17: Das gibt auch im Bereich der Natur und des Umweltschutzesprojektes und zuhört fragen sie an, vielleicht unterstützen wir ihre gemeinnützigen Aktivitäten.

00:18:28: Ja Sie haben eben gesagt, Sie sind beruflich immer noch gut eingebunden.

00:18:33: Sie beschäftigen sich berufliche seit Jahrzehnten mit Stiftungen unter anderem also letztendlich ja auch mit der Frage wie etwas über die eigene Lebenszeit hinaus Bestand haben kann.

00:18:44: ist Ihre eigene Stiftung für Sie auf so eine persönliche Antwort auf die Frage was bleibt?

00:18:54: Es ist weniger.

00:18:55: Ich habe immer in der Tat, ich bin Anwalt so muss man das sagen und habe deswegen viel im Stiftungsrecht auch beraten und habe da sehr viel gemacht.

00:19:04: Das kommt her!

00:19:05: Ich habe im Wunder allen Menschen die je zu mir gekommen sind um eine Stiftung zu errichten, immer gesagt eine Stifte ist ein Rechtskonstrukt.

00:19:15: Das Rechtskconstrukt alleine kann noch gar nicht so viel bewirken sondern entscheidend sind die Menschen.

00:19:22: Die Menschen die es zur Lebzeiten machen der Stifterin des Stifters und erst recht natürlich die Menschen, die es danach machen.

00:19:29: Die muss man finden und die muss man begeistern dafür dass sie diese Aufgabe wahrnehmen.

00:19:37: Und insofern ist es natürlich so ich habe mir noch nie eingebildet und tue es weiterhin nicht Dass man allein durch die schaffen eines Rechtskonstruktes etwas schaffen kann.

00:19:47: was bleibt?

00:19:48: das ist wie ein altes Haus.

00:19:50: Man kann ein Haus bauen, zu langen Lebzeiten.

00:19:53: Wenn es keine nachfolgende Generation gibt die das Haus pflegt würde es verfallen und eines Tages ist es weg.

00:20:00: also man kann immer nur etwas in die Welt setzen dass dann vielleicht fortgetragen wird von einer nachfolgenden generation.

00:20:09: diese hoffnung die bleibt Und die Hoffnungen habe ich auch natürlich für die gemeinnützige Stiftung Aber das ist ja immer nie ein selbstläufer Das sollte man sich nicht einbilden.

00:20:22: Aber es ist insofern natürlich was, das in der Tat einen Impuls setzen in diese Richtung.

00:20:29: Das wollten wir mit unserer Stiftungserrichtung schon.

00:20:32: Einen Impuls deinsetzen, Gemeinnütziges zu tun für die Gemeinschaft auch zu wirken und ich finde es immer ganz toll hier im Rheinland-Kreis.

00:20:43: Es gibt ungemein viele ungemeingangagierte Ehrenamtliche ganz viele tolle Projekte machen.

00:20:52: Ich finde das großartig und das ist ja auch das, was jetzt von der Ausstellung unter anderem bleibt.

00:20:59: Wir haben dort fünfzig ehrenamtliche Mitbürgerinnen und Mitbürgern die sich engagieren, die viel Freude daran haben, was sie dort schaffen.

00:21:08: Die sich zuwenden ihren Mitbürgarin mit Bürgern und die dann wechselseitig im Gespräch wie ich immer wieder höre und erfahre bereichert werden.

00:21:17: Das ist das,

00:21:20: Schau auf, wir hätten eigentlich kein besseres Schlusswort jetzt finden können.

00:21:25: Sie haben es mir quasi abgenommen!

00:21:27: Vielleicht ist genau das die Idee hinter ach Mensch was bleibt?

00:21:31: eben keine fertigen Antworten zu liefern sondern uns überhaupt erst mal dazu zu bringen hinzuschauen und die richtigen Fragen zu stellen.

00:21:39: ich möchte Ihnen nochmal das Schlusswort überlassen vielleicht kurz zu sagen wie lange die Ausstellung noch zu sehen ist?

00:21:44: Ja sehr gerne... Die Ausstellung wird noch bis Und wie gesagt noch einmal.

00:21:52: Wir freuen uns über ganz, ganz viele Besucherinnen und Besucher die sich darauf einlassen einfach mal zu schauen was es dort zu sehen und vor allen Dingen für sich selbst zu erfahren gibt.

00:22:03: Sie freuen sich über Besucherin und Besuchern.

00:22:05: ich freue mich über dieses wunderbare Gespräch.

00:22:07: vielen Dank Prof.

00:22:09: Dr.

00:22:09: Schauhoff.

00:22:10: Danke!

00:22:11: Was für ein wunderbares Gespräch.

00:22:13: liebe Zuhörerinnen und Zuhörer und schön dass sie dem gelauscht

00:22:17: haben.

00:22:18: Wir haben gelernt, es lohnt sich gerade auch dann hinzugehen.

00:22:21: Wenn man bisher dachte Todsterben und Abschied damit möchte ich mich eigentlich noch gar nicht beschäftigen Denn am Ende geht es bei der Frage was bleibt?

00:22:30: Vielleicht mindestens genauso sehr darum Was ist?

00:22:33: wir hören uns hoffentlich kommenden Sonntag wieder Und bis dahin bleiben sie gesund und machen Sie's gut.

Über diesen Podcast

HÖRlokal soll mehr sein als ein Podcast. Es soll Erinnerungen beleben, zum Lachen bringen, mit Musik beflügeln, Heimatgefühl schenken. Und ja, vielleicht auch die Menschen wieder etwas näher zueinander bringen. Dort, wo in den letzten Monaten Distanz entstand, dort wo die Entfernung zu weit und die Einsamkeit zu groß geworden ist. Wir wollen das Nassauer Land mit seinen wunderbaren Menschen nicht nur erlebbar, sondern auch hörbar machen.

Ideengeberin des Projektes „HÖRlokal“ ist Andrea Mathy, Projektleiterin ist Jennifer Ingmann. Träger unseres Projektes ist der Sozialkompass Nassau e.V.. Dank der großartigen Unterstützung der G. u. I. Leifheit Stiftung ist unser Projekt für eine einjährige Pilotphase gesichert.

von und mit Jennifer Ingmann und Andrea Mathy

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