HÖRlokal - Unterhaltung aus dem Nassauer Land

HÖRlokal - Unterhaltung aus dem Nassauer Land

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:02: Hier ist ihr buntes

00:00:04: Hörlokal, da

00:00:06: hören sie

00:00:06: ganz und gar lokal.

00:00:10: Ihr Platz im schönen

00:00:12: Hör-Hör-Lokal.

00:00:17: Herzlich willkommen zum Podcast

00:00:20: Hör Lokal

00:00:20: Unterhaltung aus dem Nassauer Land!

00:00:23: Erinnerungen sind kostbar – Im Hospiz Rheinland ist aus diesem Gedanken ein ganz besonderes Projekt entstanden die Säulen der Erinnerung.

00:00:31: Gemeinsam mit Kindern der Kindertagesstätte Imühlbach-Tal wurde ein Ort geschaffen, an dem Erinnerungen sichtbar werden und Trauer ihren Platz haben darf.

00:00:39: Warum gerade Kinder dabei eine so wichtige Rolle spielen?

00:00:42: Und welche Bedeutung die Säulen für Angehörige und Besucher haben?

00:00:45: Darüber sprechen wir mit Ramona Lau, Jill Zynik und Heidi Wachter.

00:00:49: Viel Spaß!

00:00:52: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts, Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:00:58: Ein Hospiz und eine Kindertagesstätte auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Kombination doch wer genauer hinschaut merkt schnell beide Orte erzählen vom Leben.

00:01:09: im stationären Hospiz Rhein-Lahn begleiten Menschen andere auf ihrem letzten Weg.

00:01:13: in der Kindertagsstätte im Müllbachtal beginnt das leben gerade erst voller Neugier Fragen und Entdeckungen.

00:01:20: von Beginn an arbeiten beide Einrichtungen eng zusammen.

00:01:23: Und nun ist daraus wieder ein ganz besonderes Projekt entstanden, die Säulen der Erinnerung.

00:01:28: mit viel Kreativität und Herz haben die Kindersäulen gestaltet an denen künftig Erinnerungsblätter ihren Platz finden sollen als Zeichen dafür dass Menschen zwar gehen Erinnerungen aber bleiben.

00:01:40: Warum diese Zusammenarbeit so wertvoll ist?

00:01:43: Weshalb Kinder oft viel Unbefangener mit dem Themen Abschied und Trauer umgehen als Erwachsene.

00:01:48: Und was wir alle davon lernen können, darüber möchte ich heute sprechen – mit der Pflegedienstleitung Heidi Wachter aus dem Hospiz Rhein-Lahn und dem Leitungsteam der Kita Emülbachtal Ramona Lau und Jill Sünig.

00:02:00: erstmal herzlich willkommen!

00:02:01: Schön, dass ihr da

00:02:01: seid.

00:02:02: Danke.

00:02:04: Wenn ihr jemandem erzählt, dass Hospiz und Kindertagesstätte eng zusammenarbeiten.

00:02:08: Was ist die häufigste Reaktion da drauf?

00:02:13: Nicht selten sind die Reaktionen durchweg sehr positiv.

00:02:17: Wir können auch in eine andere Richtung umschlagen, ein bisschen erschrecken auslösen.

00:02:22: Verwunderung würde ich sagen.

00:02:28: Ähnlich ist es bei uns.

00:02:30: Ich sehe das immer wieder raus.

00:02:33: Dass dieses jungen Leben was ... Bei uns zu Besuch kommt ins Hospiz die Sterbenden und die älteren Menschen nochmal so ablenken.

00:02:44: Und ihnen noch mal zeigen, wie das Leben ist und wie es war.

00:02:49: Wir kommen dadurch auch in Gespräche mit unseren Gästen was ja wichtig ist Erinnerungen austauschen.

00:02:55: Sie öffnen sich nochmal für uns.

00:02:58: Die Besuche von Kindern sind schon sehr wertvoll für unsere Menschen.

00:03:03: Was glauben sie Frau Wachter?

00:03:04: Warum tun wir uns als Als Erwachsene oft schwerer mit den Themen Sterben und Trauer als Kinder das tun?

00:03:11: Ich denke mal, es ist die Generation, die ein bisschen vom Tod- und Sterben weggehalten, abgehalten wurde.

00:03:21: Ich kann mich daran erinnern, Jahrgang dass viele nicht mit auf den Friedhof gegangen sind, viele Kinder nicht mitgenommen wurden.

00:03:29: Einfach weil da geht man nicht hin.

00:03:32: Da gehen nur die Eltern hin.

00:03:34: Tote sollte man nicht sehen und sollte sie nicht berühren.

00:03:39: Dass die Generationen davor, die auf Höfen gelebt haben, die noch in den Dörfern groß geworden sind ... Da war das ganz natürlich, dass jemand aus der Familie gestorben ist wurde im Wohnzimmer, im guten Zimmer aufgebagt Da wurde noch Kaffee getrunken dabei, da wurden noch Dinge mitgegeben.

00:04:00: Das war früher noch sehr stark verbreitet und das ist irgendwann in den Generationen verloren gegangen.

00:04:06: Und dann kam die Angst vor dem Tod.

00:04:08: Der Tod ist schrecklich der ist dunkel Man redet nicht drüber Und meine Eltern haben uns immer mitgenommen auf den Friedhof.

00:04:18: Ich muss sagen, meine Mutter hat uns die Angst davor genommen.

00:04:20: Weil wir immer gerne hingegangen sind.

00:04:22: Sie hatte runter in Pälchen am Grab verteilt, den wir dann gefunden hatten und sie wusste ja nie woher die gingen.

00:04:28: Und wir sind gerne mitgegangen und haben uns die Geschichten angehört Und das sind viele aus meiner Generation, die sind nie in Berührung damit gekommen.

00:04:36: Die sind nicht mit auf den Friedhof gegangen, nicht zu Beerdigungen und ich glaube, dass wandelt sich so langsam wieder, dass man merkt der Tod gehört eigentlich zum Leben dazu.

00:04:44: Der sagt uns jeden Tag wie wertvoll das Leben ist und es wird offen darüber gesprochen und dann fragen die Kinder natürlich auch tot was ist das?

00:04:56: Wie kam denn der erste Kontakt zwischen Hospiz- und Kindertagesstätte überhaupt ja Zu Stande vor inzwischen, denke ich, anderthalb Jahren oder sogar schon länger.

00:05:05: Ja also ich denke das lag an uns dass wir einfach dachten die Frau Benz und nicht die Hausleitung und ich dass wir uns mal vorstellen wer da in den Nachbarschaft zieht.

00:05:16: und ja die Ideen Kindergarten neben einem Hospiz zu haben finde ich eine ganz tolle Sache.

00:05:24: mir ist es damals bewusst geworden.

00:05:25: dann muss ich kurz ausholen Pilsrot is in Bergisch glattbaren Bestattungsunternehmen Und das habe ich mal aufgesucht und da ist ein Kindergarten direkt nebenan.

00:05:37: Die Kinder durften auf diesen Friedwald den Pützrot dort entworfen hat, der ganz offen ist für alle zugänglich mit Baumbestattungen.

00:05:51: die Kreber dürfen gestaltet werden wie sie möchten und dort gehen die Kinder regelmäßig hin Bemalte Steine auf die Gräber und reden und fragen.

00:06:03: Und sehen, dass dort auch mal gefeiert wird.

00:06:06: Dass der Tod einfach mit dazugehört.

00:06:08: Das hat mich damals so inspiriert.

00:06:10: Wie ich gehört habe, dass unser Hospiz neben einem Kindergarten aufgebaut wird.

00:06:15: Da sind schon ganz viele Ideen gekommen wie schön das ist was vielleicht manche noch nicht sehen konnten.

00:06:20: bis dahin

00:06:22: Was verbindet ihre beiden Einrichtungen über das gemeinsame Projekt hinaus?

00:06:27: Gibt es da auch Dinge, wo Sie sagen das ist ähnlich?

00:06:30: Da funktioniert das Leben gleich.

00:06:36: Also ich denke, da gibt's viele Parallelen.

00:06:39: Wir können um beide Institutionen kümmern sich um Menschen die Bedürfnisse haben, die begleitet werden möchten auf unterschiedlichen Lebenswegen, die ganz viel emotionale Unterstützung benötigen und die das Leben in der Phase, in der sie sind glaube ich so betrachten können wie es in der reinen Form ist uns zu schätzen wissen was man braucht, damit es einem gut geht.

00:07:05: Was überrascht euch denn eigentlich immer in der Kindertagesstätte an der Art wie Kinder mit diesem Thema umgehen?

00:07:11: Wie ist diese Kooperation auch von den Kindern entgegengenommen worden?

00:07:18: Das war's uns hier im Der Kindertagestellte am meisten inspiriert.

00:07:22: An der Art und Weise der Kinder ist die Leichtigkeit, die die Kinder mitbringen und die Offenheit gegenüber dem Haus Pietz.

00:07:29: Wir sind von Beginn an dabei, vom ersten Spaten stich sage ich mal haben wir die Baustelle direkt neben uns begleitet.

00:07:36: Die Kinder haben immer wieder Fragen gestellt was entsteht denn da?

00:07:41: Wo kommt der Bagger her?

00:07:42: und so weiter bis dieses Haus da stand und wir zum ersten Mal dieses ganze Gebäude betrachtet haben und dann natürlich auch mal darüber gesprochen haben in diesem Gebäude ist.

00:07:54: Und ich kann mich ganz genau daran erinnern, wie ich mit einigen Kindern vor dem Fenster stand, wir das Gebäudet betrachtet haben und wirklich drüber gesprochen haben was darin passiert und die Kinder tatsächlich alle schon Bescheid wussten dass es doch das hospiz.

00:08:08: da kommen kranke Menschen hin alte menschen manchmal auch junge menschen und sie werden dort auch sterben.

00:08:15: und die kinder haben das mit einer leichtigkeit Ja, gewissen Freiheit auch gesagt und betont.

00:08:22: Und haben dann auch berichtet dass da ja tolle Menschen arbeiten die die Menschen begleiten auf ihrem Weg und noch tolle Dinge mit ihnen erleben ums ihn einfach schön noch zu gestalten.

00:08:35: Das hat uns besonders fasziniert.

00:08:37: daran

00:08:39: also Zum Glück sind Kinder mit der natürlichen Gabe gesegnet, alles mit einem unvereingenommenen Blick zu betrachten.

00:08:47: Und das zeigt sich nicht nur in der Zusammenarbeit mit dem Hospiz und mit dem Gedanken was in dieser Einrichtung passiert mit den Menschen die dort betreut werden auf ihrem letzten Weg.

00:08:57: Die Kinder gehen damit wirklich sehr toll um und nehmen die Situation genauso wie sie ist.

00:09:03: Auch bei Besuchen im Hospiz haben wir festgestellt, dass sich die Kinder ganz natürlich in den Räumen bewegen und das Wohnzimmer aufsuchen dürfen, wo sie spielen dürfen, in den Garten rausblicken dürfen sogar Kontakt zu den Gästen aufnehmen und das ganz unbefangen.

00:09:19: Die letzten eineinhalb Jahre gab es ja schon den einen oder anderen Besuch Projekte Kooperation was?

00:09:24: Was gab es da in diesen Monaten schon

00:09:28: Also in den ersten Besuchen, in denen wir drüben sein durften haben uns erstmal so ein bisschen die Räume und das Haus erschlossen.

00:09:34: Und die Kolleginnen und Kollegen dort kennengelernt, die dort arbeiten... Wir haben Gäste in den Räumen sogar besuchen dürfen, Gästen denen es gut ging und die eingewilligt haben.

00:09:46: Hier in der Kita selbst haben wir Geschenke gestaltet.

00:09:49: Willkommensgrüße für die Gäst, die auf dem Tisch bereit liegen wenn dort jemand einzieht und die Kinder waren sehr kreativ und eifrig dabei.

00:09:57: Haben kleine Steine mit Glitzerdingen bemalt und kreative gestaltet.

00:10:02: Die durften dann auch rüberbringen wurden dort empfangen, durften den Gäston selbst die Geschenken auch überreiben.

00:10:10: Während der Weihnachtszeit haben wir kreative Dinge rübergebracht.

00:10:13: Wir werden trüben auch immer empfangen mit Getränken und kleinen Snacks, also die Besuche sind dadurch aus sehr positiv für die Kinder gestaltet.

00:10:21: Wunderbar!

00:10:23: Wie entstand denn dann jetzt die Idee zu den Säulen der Erinnerung?

00:10:29: Das ist ja jetzt quasi das neueste Projekt, die neuste Kooperation.

00:10:32: Die Idee brachte uns ein engagierter Kindergartenvater, der uns auf den Ehrentag des Grundgesetzes aufmerksam machte und uns war relativ schnell klar, dass wir daraus eine gemeinschaftliche Aktion planen wollen.

00:10:44: Und nach einem kurzen Austausch waren wir alle auch sehr begeistert und legten schon mit den Organisationen und Beschaffen der Materialien los.

00:10:54: Es entstand dann Ende Mai ein Aktionstag einen Mitmachttag für die ganzen Familien mit dem Hospiz hier im Kindergaten.

00:11:03: Und was da entstand, war auch mehr als ein Gestaltungprojekt.

00:11:08: Es waren nämlich jeder mit Herz und Freude dabei.

00:11:10: Jeder hat gelacht, gemalt, geklebt und erzählt.

00:11:15: Es entstanden wunderschöne Gespräche an diesem Tag.

00:11:19: Die Kinder und die Erwachsenen kamen ganz toll in den Austausch.

00:11:22: Vor allem waren toll in Aktion gemeinsam miteinander dabei.

00:11:27: Am Ende gab es Gänsehautmomente ... als allen bewusst wurde, was wir da gestalten.

00:11:33: Vor allem was wir gemeinsam gestalten, was die Kinder da ganz aktiv mitgestaltet haben.

00:11:39: Da ist auch bei dem einen oder anderen ein Tränchen geflossen.

00:11:43: Genau!

00:11:44: Das kann ich mir gut vorstellen.

00:11:45: Jetzt gab es vor einigen Tagen quasi die Einweihung des Ganzen.

00:11:49: Die Säulen wurden aufgestellt.

00:11:52: Vielleicht Frau Wachter nehmen Sie uns mal mit, was man denn da jetzt sieht wenn man durch den Garten wandelt im Hospiz reinladen?

00:12:01: Also erst mal angefangen, um zu verstehen warum dieser Platz entstanden ist.

00:12:08: Wir haben im Haus ein Erinnerungsbaum der aus Holz ausgeschnitten, sogar zwei Meter hoch.

00:12:15: dort hängen Blätter dran.

00:12:16: die sind aus Ton getöpfert und für jeden verstorbenen Gast wird ein Blatt aus Holz genommen wo die Lebensdaten des Verstorbenens drauf kommen.

00:12:26: diese Blätter werden von Angehörigen gestaltet Auch von Kindern, von Enkeln.

00:12:32: Die sind bunt und vielfältig.

00:12:35: Das sind verschiedene Sorten von Blättern, Ahorn und Leerche gibt es nicht.

00:12:44: Jetzt habe ich mich verhasbelt.

00:12:45: Machen Sie einfach weiter.

00:12:48: Ahorn, Eiche und so weiter den heimischen Bäume hier.

00:12:53: Und diese Blätter hängen an dem Baum bis wir ein gedenk Gottesdienst machen.

00:12:58: Das passiert zweimal im Jahr, da werden die Angehörigen der Verstorbenen nochmal eingeladen.

00:13:03: Wir treffen uns in der Stiftung im Gemeinschaftsraum und dort wird noch mal Abschied von den Menschen genommen.

00:13:12: Es wird dran erinnert und diese Blätter gehen dann mit in diese Veranstaltung und es wird mit jedem platt eine Kerze angezündet und nochmal der Name aufgerufen.

00:13:27: Angehörige können die Blätter gerne mit nach Hause nehmen.

00:13:30: Aber es sind auch die meisten, die sagen diese Blätter sollen im Hospiz verbleiben.

00:13:36: und da habe ich dann einen Ort für gesorgt.

00:13:39: Habe ich mir überlegt welchen Ort man nehmen kann dafür?

00:13:45: Irgendwann kam bei mir die Idee auf wieder Stämme zu nehmen um beim Baumthema zu bleiben drei Stämte zu nehmen die miteinander durch Stangen verbunden sind, wie ein Dreieck.

00:13:59: Und an diese Verbindung von diesen drei Stämmen die Blätter an Fäden zu hängen um dass sie in der Natur mittendrin sind allen Jahreszeiten ausgesetzt und letztendlich dort auch wieder den Kreislauf der Natur mitgehen verwittern irgendwann vom Wind zerflettert werden, halt einfach in den Kreislauf der Natur gehen.

00:14:27: Aber erst mal nicht vergessen sind.

00:14:31: und ja damit das nicht so eintönig ist und man eigentlich auch das Leben nochmal würdigt.

00:14:37: was in diesen Namen gesteckt hat fand ich die Idee super schön dass die Kinder die gestalten mit all der Fantasie kreativität Leben, was noch in ihnen steckt.

00:14:50: Was noch vor ihnen liegt.

00:14:51: Dass das mit in die Säulen reingegeben wird und bei uns dann so einen Platz findet, was das ganze Leben beinhaltet.

00:15:01: Wie haben die Kinder die Säuschen gestaltet?

00:15:05: Was ist da entstanden an kreativen Ideen?

00:15:08: Die Kinder hatten die Möglichkeit, drei unterschiedliche Ideen umzusetzen.

00:15:11: Wir haben vorhin mit den Kindern gesprochen.

00:15:13: was ist möglich?

00:15:15: Was haben wir für Ideen?

00:15:16: und zum einen die eine Säule wurde mit Mosaiken beklebt in unterschiedlichen Formen Farben.

00:15:24: Wir waren ganz frei in der Gestaltung das heißt die Familien und Kinder die da waren durften wirklich ihrer ihren Ideen total freien laufen lassen.

00:15:32: Die zweite Idee eines Stamms war, dass die Kinder mit Farben einfach aktiv werden dürfen und wir haben schon darauf geachtet das es zum Thema ein bisschen passt, dass sich auf natürliche Dinge beschränkt und dass die kinder einfach überlegen was passt zur Natur?

00:15:48: wie könnten die Säulen dort aussehen?

00:15:50: Und zum dritten haben wir eine Säule mit ganz unterschiedlichen Stoffresten verknüpfen lassen so dass die Kind auch wirklich selbst tätig werden konnten.

00:16:00: Wenn ihr jetzt an die Zukunft eurer Zusammenarbeit denkt, es ist schon so viel Schönes entstanden.

00:16:07: Gibt es da schon Ideen, Pläne im Pulse?

00:16:10: Was noch so entstehen könnte?

00:16:13: Also am Tag wo die Einweihung der drei Säulen der Erinnerung

00:16:17: war, kam dann schon gerade

00:16:19: die nächste Idee Die Blätter, die jetzt weiterhin im Hospiz aufgehoben werden, dass wir da wirklich vielleicht nächstes Jahr wieder zum Tag des Grundgesetzes, was mit den Kindern zusammenmachen und dass die Kinder dann rüber kommen.

00:16:36: Und auch die Blätter wieder dort befestigen.

00:16:42: Ich glaube, unsere Zusammenarbeit ausmacht nicht die großen Ereignisse in denen wir uns treffen sondern die kleinen Dinge.

00:16:48: Wir haben St.

00:16:49: Martin hier gefeiert und sind ganz eng mit der Stiftung Scheuern verbunden und haben aber auch das Hospiz eingebunden mit unserem Umzug vorbeigelaufen, um einfach uns ein bisschen bemerkbar zu machen und die Situation in der Nachbarschaft mitzunehmen.

00:17:04: Und ich denke das wird sich fortführen dass es immer kleine Begegnungen gibt Spaziergänge oder das wir mal sagen Wir gehen raus mit den Kindern und flücken Blumen und bringen den Gruß nach nebenan.

00:17:13: Ich denke Das macht's aus, dass man eine gute Nachbarschacht hat und die Ideen sich über die kleinen Dinge im Alltag entwickeln.

00:17:22: Eine Idee, die auch noch wachsen wird Vorbereitet ist es schon.

00:17:27: Wir haben bei uns im Eingangsbereich eine Wand weiß gelassen und die wird mit einer besonderen Tapete beklebt, dann kommen die Kinder rüber und sollen in unserem Eingangbereich die Tapete gestalten.

00:17:43: Schöne Idee!

00:17:45: Vielleicht als Abschlussfrage, wenn ihr jetzt so an die letzten anderthalb Jahre Zusammenarbeit denkt.

00:17:51: Vielleicht hat jeder von euch von ihnen eine Erinnerung im Kopf aus dieser Zeit, die ganz besonders konserviert ist im Herzen?

00:17:58: Ob das ne Begegnung is oder ein Gespräch irgendwas in der Art habt ihr da jemals etwas?

00:18:06: Was mich persönlich am meisten beflügelt, sind wirklich die Kinder, die uns täglich mitnehmen.

00:18:10: und wenn man fragt wer hat Lust zum Hospiz zu gehen.

00:18:14: Dann sind so viele Kinder begeistert dabei und motiviert und möchten einfach rüber und schauen was passiert in dem Gebäude?

00:18:22: Genau da schließe ich mich direkt an.

00:18:24: und was mir auch ganz besonders in Erinnerung geblieben ist dieser Moment als wir den Gästen die Steine überreicht haben als Willkommensgeschenke wie nahe die Kinder bei den Gesten waren sehr emotional, dass für uns pädagogische Fachkräfte war und die Kinder saßen daneben und haben den Gästen was vorgetanzt.

00:18:43: Die waren voller Lebendigkeit, voller Freude, volle Aufregung weil sie ihre Geschenke rüberbringen durften und haben dann noch Steine ausgesucht welche passenden am besten zu den Gkästen.

00:18:54: Es war ein ganz toller Moment der mir für immer im Ehrenraum bleibt

00:19:00: Und bei uns ist es einfach im Team so, dass einfach immer wieder unwahrscheinlich schön ist.

00:19:05: Wenn die Kinder reinkommen mit ihrem Lachen und ihren Fragen, mit ihrer Freude diese Mitbringen und einfach diese Leichtigkeit.

00:19:15: das kommt immer wieder so schön im Team an.

00:19:18: dann wird der Dienst auch ganz anders weiter geführt weil man sich einfach daran erinnert wie viel Spaß sie hatten ob sie auch mal Hilfsmittel ausprobieren durften, wie im Lüfter mal hochgefahren zu werden.

00:19:30: Sich die Räume anzuschauen und immer wieder Fragen zu stellen, die einfach so spontan kommen, dass es manchmal auch Teammitglieder überrumpelt und auch was mal überlegt werden muss.

00:19:41: Was sagt man jetzt da drauf?

00:19:44: Vielleicht zeigt dieses Projekt vor allem eines.

00:19:47: Kinder müssen nicht vor jedem schweren Thema geschützt werden, oft brauchen sie einfach Menschen die ehrlich mit ihnen sprechen ihre Fragen zu lassen und ihnen zeigen das Erinnern genauso zum Leben.

00:19:57: dazu gehört wie Lachen und ich denke dass findet in beiden Institutionen statt.

00:20:02: Vielen Dank an meine Gäste an euch an Sie für das offene Gespräch auf das die Säulen der Erinnerung

00:20:07: gut

00:20:08: genutzt werden.

00:20:09: vielen dank Ramona Lau Jill Zinnig und Heidi Wachter.

00:20:12: Danke schön

00:20:13: Danke schön.

00:20:14: Ja, wir haben auch zu danken für den tollen Austausch!

00:20:16: Ja und auch vielen Dank dass Sie heute zugehört haben.

00:20:19: ich freue mich wenn sie auch bei der nächsten Folge wieder mit dabei sind.

00:20:25: dann treffen wir drei ganz besondere Frauen die mit der Ehrennadel des Landes Rheinland falls ausgezeichnet wurden.

00:20:31: Bis dahin bleiben Sie gesund und machen Sie es gut.

Über diesen Podcast

HÖRlokal soll mehr sein als ein Podcast. Es soll Erinnerungen beleben, zum Lachen bringen, mit Musik beflügeln, Heimatgefühl schenken. Und ja, vielleicht auch die Menschen wieder etwas näher zueinander bringen. Dort, wo in den letzten Monaten Distanz entstand, dort wo die Entfernung zu weit und die Einsamkeit zu groß geworden ist. Wir wollen das Nassauer Land mit seinen wunderbaren Menschen nicht nur erlebbar, sondern auch hörbar machen.

Ideengeberin des Projektes „HÖRlokal“ ist Andrea Mathy, Projektleiterin ist Jennifer Ingmann. Träger unseres Projektes ist der Sozialkompass Nassau e.V.. Dank der großartigen Unterstützung der G. u. I. Leifheit Stiftung ist unser Projekt für eine einjährige Pilotphase gesichert.

von und mit Jennifer Ingmann und Andrea Mathy

Abonnieren

Follow us