HÖRlokal - Unterhaltung aus dem Nassauer Land

HÖRlokal - Unterhaltung aus dem Nassauer Land

Transkript

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00:00:02: Hier ist ihr buntes

00:00:04: Hörlokal, da

00:00:06: hören sie ganz und gar lokal.

00:00:10: Ihr Platz im

00:00:10: schönen Hör-Hör-Lokal.

00:00:17: Herzlich willkommen zum Podcast Hör Lokal Unterhaltung aus dem Lassauerland!

00:00:23: Was bewegt Menschen dazu sich über viele Jahre ehrenamtlich einzusetzen?

00:00:27: Was gibt ihnen Kraft Woche für Woche Kindern den Glauben näher zu bringen?

00:00:31: Und warum

00:00:32: ist dieses Engagement heute wichtiger denn je... Darüber spreche ich mit Manuela Kühnau,

00:00:37: Ulrike

00:00:37: Matzert und Sarah Minow aus Nassau.

00:00:39: Die für ihren langjährigen Einsatz im Kindergottesteam mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurden.

00:00:46: Viel Spaß!

00:00:50: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Hörlokals.

00:00:54: Ehrenamtliches Engagement ist das Herzstück vieler Gemeinden.

00:00:58: oft geschieht es im Hintergrund leise und ohne große Aufmerksamkeit.

00:01:03: umso schöner ist es wenn Menschen für ihren Einsatz gewürdigt werden.

00:01:07: Mit drei Frauen aus Nassau haben vor Kurzem die Ehrenadel des Landes Rheinland-Pfalz erhalten.

00:01:12: Eine Auszeichnung für viele Jahre ehrenamtliche Arbeit im Kindergottesdienst und auch darüber hinaus.

00:01:18: Mit viel

00:01:19: Herzblut,

00:01:20: Kreativität und Ausdauer begleiten sie Kinder auf ihren ersten Schritten im Glauben, gestalten Gottesdienste, Musikprojekte, Krippenspiele und Gemeindeleben!

00:01:29: Ich freue mich sehr heute mit Manuela Kühnau Ulrike Mazzat und Sarah Minor ins Gespräch zu kommen.

00:01:34: Erst mal herzlich willkommen und schön, dass ihr da

00:01:36: seid!

00:01:37: Hallo!

00:01:39: Erinnert ihr euch noch an den Moment, als ihr erfahren habt, dass ihr diese Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz erhalten sollt?

00:01:47: Und wenn ja ... was ich glaube.

00:01:49: Wie war das?

00:01:53: Also ich habe einen Brief aus dem Briefkasten gefischt mit einer Überschrift im Fenster vom Land Rheinlands-Pfalz und hab mich erst mal erschreckt!

00:02:11: Muss ich ehrlich sagen.

00:02:13: Ja, und dann beim Öffnen ist aber dann Freude dazu gekommen.

00:02:19: Wie ging das ähnlich?

00:02:20: Also ich habe auch erst bei dem Briefumschlag angeguckt.

00:02:23: Ich hab gedacht ein Briefumsschlag von Ministerpräsidenten oder einen Brief vom Ministerpräsidium bei mir.

00:02:28: Das muss ein Irrtum sein!

00:02:29: Da kann was nicht stimmen!

00:02:33: Ja, ich war genauso überreicht.

00:02:35: hochwertiges Papier wurde verwendet für den Briefum- schlag.

00:02:38: Was fällt also zwischen der ganzen anderen Posts doch auf... Und war irgendwie schon auch erst mal sehr überrascht und hab, glaub ich dann in unsere WhatsApp-Gruppe geschrieben.

00:02:48: Hattet ihr auch Post im Briefkasten?

00:02:52: Genau!

00:02:52: Ja was sagt ihr dazu?

00:02:55: So... Das war schon sehr überrassend

00:02:57: ja.

00:02:57: Ist das eigentlich so dass man dafür nominiert wird?

00:03:01: Ja genau, man wird dafür nominate

00:03:03: Aber so richtig wusstet ihr nicht wie es ausgehen wird oder ob ihr überhaupt nominiert seid.

00:03:08: Das haben wir vorher überhaupt nicht erfahren.

00:03:10: Okay,

00:03:10: also dann wirklich riesiger Überraschungs-Effekt?

00:03:13: Genau an dem Tag der Verleihung haben wir dann erfahren wer uns vorgeschlagen hatte.

00:03:18: aber genau Wir waren da völlig überrascht.

00:03:22: Ja eine große Auszeichnung.

00:03:24: Wie seid ihr denn damals überhaupt zum Kindergottesdienst Team gekommen?

00:03:27: wie hat alles seinen Lauf genommen und angefangen

00:03:31: begonnen hat es mit euch zwei.

00:03:34: ja Meine Kinder waren sechs und vier Jahre alt.

00:03:39: Das gab bei uns in der Gemeinde zu dem Zeitpunkt keinen Kindergottesdienst mehr, ähm ... Und ja irgendwie war mir das aber total wichtig, den Kindern nicht nur zu Hause die Geschichten vorzulesen sondern auch anderen Kindern die Chance zu geben Jesus und Gott kennenzulernen.

00:03:58: Da hab ich meine Schwester gefragt ob sie damit machen wollen würde weil alleine Da hab ich mir das nicht zugetraut.

00:04:07: Dann haben wir unseren Pfarrer gefragt, der zu dem Zeitpunkt hier in der Gemeinde war, der Pfarrawinkler ob wir das starten dürfen?

00:04:14: Das Projekt so hat alles angefangen vor vierzehn Jahren.

00:04:19: Manuela ihr seid Geschwister, ihr seid dann quasi gestartet mit dem Team zu zweit und Sarah du kamst dann irgendwann dazu.

00:04:27: Ich bin über meine älteste Tochter hier reingekommen.

00:04:31: Die ist zuerst allein in den Kindergottesdienst gegangen und nach der Geburt meiner zweiten Tochter bin ich dann hier im Team mit eingestiegen.

00:04:41: Hättet ihr euch vor zehn, fünfzehn Jahren vorstellen können so lange wirklich dabei zu bleiben dass das Projekt sich auch so lange trägt?

00:04:49: Also ich habe mir damals überhaupt keine Gedanken gemacht wie lang das so geht.

00:04:53: Das hat sich jetzt einfach so ergeben

00:04:55: ja Wir wollten das einfach machen und starten.

00:05:02: An aufhören ist ja auch noch nichts zu denken.

00:05:04: Wir wussten aber nicht, wie wird es angenommen?

00:05:06: oder kommen überhaupt Kinder?

00:05:09: Und deswegen war das völlig unklar, wie lange stattfinden wir der Kindergottesdienst!

00:05:14: Vielleicht können wir direkt mal zum Projekt auspringen, zum Kindergottesdienst.

00:05:19: Wie oft er überhaupt stattfindet?

00:05:21: Wie ich mir die Vorbereitung vorstellen kann oder den Ablauf vorstellen kann?

00:05:24: Vielleicht könnt ihr mich da ein bisschen mitnehmen in dieses Projekt ob ihr quasi schon einen Plan für das ganze Kirchenjahr habt wie ihr euch organisiert.

00:05:35: Das würde mich interessieren.

00:05:38: Also wir treffen uns alle zwei Wochen immer am zweiten und vierten Sonntag im Monat mit den Kindern hier im Gemeindehaus Haus Beilstein in Nassau.

00:05:51: Und ja, feiern da dann Kindergottesdienst vorbereiten tun wir das gemeinsam.

00:06:00: meistens treffen wir uns dafür.

00:06:03: manchmal muss auch das Digitale herhalten um das zu planen aber doch meistens treffen wir uns dazu und planen gemeinsam in die jeweilige Stunde.

00:06:20: Es ist eigentlich sogar mehr als eine Stunde, es ist ein und eine Viertelstunde weil wir festgestellt haben also wir haben angefangen mit einer Stunde und wir sind nie fertig geworden.

00:06:31: gerade wenn man hinterher nach der biblischen Geschichte noch etwas bastelt oder spielt braucht das oft länger Zeit als man denkt und dann sind wir nie fertiggeworden und haben deswegen irgendwann gesagt okay dann machen wir es ganz offiziell einfach ne vierte stunde länger.

00:06:45: Das heißt, es gibt immer eine biblische Geschichte und das wird dann immer eingebunden in ein Kreativangebot.

00:06:49: oder wie kann ich mir das vorstellen?

00:06:51: Ja wir starten in der Regel mit natürlich Begrüßungslied gebet auch im Wotum sprechen wir.

00:06:58: Das wird schon so dem großen Gottesdienst nachempfunden aber natürlich kindgerecht gestaltet.

00:07:05: Meistens machen wir noch einen Einstieg zum Thema ins Spiel irgendwelche Fragen, die die Kinder schon so ein bisschen hinführen.

00:07:15: Es wird ganz viel gesungen zwischendurch und dann wird eine biblische Geschichte erzählt auch in unterschiedlichen Formen mal mit Figuren, mal mit Bildern, die gezeigt werden, mal einen Bodenbild was gelegt wird.

00:07:30: also da versuchen wir doch sehr abwechslungsreich und ja auch kreativ

00:07:34: zu werden

00:07:36: Genau, und dann am Ende wird das noch mal in einem Bastelangebot oder entspielen.

00:07:42: Oder auch manchmal ein Quiz nochmal so'n bisschen aufarbeitet.

00:07:47: Welche Themen können das dann beispielsweise sein?

00:07:49: Und wie findet ihr diese Themen?

00:07:54: Wir hatten einen Buch nachdem wir vorgegangen sind.

00:07:56: Dieses Buch wurde abgesetzt.

00:07:59: Das hat mir in

00:07:59: Stuttgart

00:08:00: kennengelernt.

00:08:02: Daran haben wir uns ein bisschen entlang gehangelt an den Vorschlägen.

00:08:06: Das waren zwar eigentlich wöchentliche Kindergottesdienste, die dort vorgestellt wurden Wir haben uns immer das rausgesucht was uns so am besten gefallen hat.

00:08:18: Seit zwei Jahren arbeiten wir ohne dieses Buch weiter Hangen also halten uns aber an die Vorgaben von der evangelischen Kirche und anderen Gruppierungen Die Kinderkirche machen und anbieten.

00:08:36: Und fahren damit ganz gut, nehmen aber die Themen, die uns auch zusagen und bliegen.

00:08:44: Die uns wichtig sind.

00:08:46: Kinder stellen ja oft die ehrlichsten Fragen.

00:08:49: Gibt es eine Frage, die euch besonders in Erinnerung geblieben ist?

00:08:52: In euren Kindergottesdiensten oder auch Themen, die einfach Thema auch in den Gesprächen mit den Kindern sind.

00:09:03: Wir hatten jetzt kürzlich das Thema Himmel, was ziemlich abstrakt ist nicht nur für Kinder aber dieses Thema kommt schon immer mal wieder in verschiedenen Zusammenhängen und es natürlich für Kinder auch echt schwierig zu verstehen wo meine Oma nachdem sie verstorben ist.

00:09:28: Auch wo ist meine Katze nun?

00:09:32: Stimmt, das war mal eine Frage.

00:09:34: Weil von einem Kind die Katze verstorben war und es war ihm ganz wichtig zu wissen, wo die Katz jetzt ist.

00:09:43: Was glaube ich außer dem Himmel auch oft oder zumindest am Anfang schwierig war für die Kinder, ist das mit dem heiligen Geist.

00:09:50: Dass das nämlich nichts mit dem gruselgeist zu tun hat, den man so gespenst oder bei Halloween ... immer darüber gesprochen wird, das hat ja überhaupt gar nichts mit dem Heiligen Geist zu tun.

00:10:01: Aber die Kinder, die schon länger jetzt dabei sind, wissen jetzt was der Heilige Geist

00:10:07: ist.

00:10:08: Apropos wie viele Kinder sind das?

00:10:10: Die regelmäßig in den Kindergottesdienst kommen?

00:10:14: Also aktuell kommen regelmäßig acht bis zehn Kinder.

00:10:18: Wenn alle da wären auf einen Schlag sind es auch acht, aber es kommen nicht immer ganz regelmäßig.

00:10:26: Und ab und zu müssen wir leider auch Kinder verabschieden, weil sie zu den Konfirmanten wechseln oder weil Sie wegziehen.

00:10:34: Ja

00:10:35: das heißt ab der Konfümation ist man dann quasi zu groß für die Kinder nachts?

00:10:41: Genau

00:10:42: deswegen schreiben wir immer auf die Einladungen für Kinder von drei bis dreizehn.

00:10:46: Weil mit dreizehnen wechselt man üblicherweise in den konfirmaten Unterrichts.

00:10:50: Und dann sind die Besuche im großen Gottesdienst ja auch wichtig.

00:10:54: Absolut!

00:10:55: Was glaubt ihr denn, wie vermittelt man glauben an Kinder in der heutigen Zeit?

00:11:00: Da habt ihr sicherlich alle auch eure eigene Haltung.

00:11:02: Wie das funktionieren kann.

00:11:06: Ich finde es immer ganz wichtig authentisch zu sein den Glauben vorzuleben und immer auch Beispiele zu finden aus dem eigenen Leben oder aus dem Kontext, den die Kinder kennen woran man dann die Botschaft festmacht und sagt Das gibt's auch heute noch oder dass ist vergleichbar mit.

00:11:26: Wichtig ist auch die Freude, die im Glauben rüberkommt.

00:11:30: Zumindest bei uns ist das so, dass wir eine große Freude darin verspüren den Glaubens weiterzugeben aber auch in uns spüren was ja wichtig ist um das auch weiterzugehen und authentisch weiter zu geben.

00:11:49: es ist jetzt kein Zeigefinger

00:11:51: oder

00:11:54: Ermanen das dabei.

00:11:56: Manuela, du sagst es gerade Alltagsbeispiele?

00:11:59: Die auch auf heute beziehbar sind.

00:12:01: was könnte das beispielsweise sein?

00:12:03: Wir hatten zuletzt zum Beispiel mal als Thema Woher wir denn wissen Was Gott in einer bestimmten Situation möchte von uns woher wir wissen was richtig ist und Dann habe ich auch einfach erzählt dass mir das oft so geht dass wenn Ich bete weil ich Einfach nicht weiter weiß oder ich weiß wie soll ich mich entscheiden dass ich da nicht so eine ganz klare Antwort bekomme, wo ich Gott praktisch reden höre.

00:12:29: Sondern das ist bei mir eher ein Bauchgefühl.

00:12:31: Dass ich dann irgendwie einfach weiß, okay, das ist jetzt richtig und dann mache ich das auch.

00:12:37: Das ist ja zum Beispiel so eine Situation die die Kinder auch kennen im Alltag.

00:12:41: Und dafür finde ich es wichtig aus der eigenen Erfahrung zu erzählen, weil vielleicht geht es einem Kind genauso was dann auch eher nur so einen Bauch-Gefühl

00:12:49: hat.

00:12:52: Ja, was uns glaube ich auch sowieso immer wichtig ist die Kinder zu animieren wirklich einfach mit Gott und Jesus zu reden.

00:13:00: Egal ob das im besten Fall natürlich schöne Dinge sind wofür man vielleicht auch einfach Danke sagt dass man das auch nicht vergisst im Alltag aber halt auch dass wenn man Sorgen hat also mir selber es auch wirklich ganz wichtig dass sie Kinder lernen dass sie keine Angst haben brauchen weil's immer jemanden gibt der sie mitträgt der mit auf sie aufpasst und er ihnen auch hilft in verschiedenen Situationen, auch wenn man es manchmal erst im Nachhinein merkt.

00:13:28: Dass da Hilfe da war.

00:13:30: Sarah wie ist das bei dir?

00:13:32: Ja!

00:13:33: Das ist wichtig diese große Liebe Gottes weiterzugeben dass wir niemals alleine sind

00:13:40: Und dass wir auch ohne Bedingungen geliebt werden.

00:13:43: Dass wir einfach so wie wir sind ob dick dünn groß klein hübsch oder vielleicht auch Der eine oder andere findet vielleicht seine Nase nicht schön, oder seine Ohren nicht schön.

00:13:54: Das ist total egal!

00:13:55: Wir sind einfach geliebt von Gott so wie wir sind und das ist total wichtig, dass die Kinder das bei aller Wertung, die sie in der Schule ja auch erfahren, von uns gesagt bekommen, dass sie einfach so gut sind, wie sie sind.

00:14:11: Die bedingungslose

00:14:12: Liebe

00:14:12: genau.

00:14:14: Was glaubt ihr können Erwachsene von Kindern lernen?

00:14:23: Offenheit nichts zurückzuhalten sondern einfach Fragen zu stellen, die in Erwachsener sich vielleicht niemals trauen würde.

00:14:32: Kinder fragen.

00:14:35: Aber auch manchmal tatsächlich einfach was hinzunehmen ohne zu zerdenken?

00:14:43: Nicht immer zu hinterfragen und nicht alles bisens kleinste Detail erklärt haben zu wollen sondern auch Dinge, die man nicht erklären kann so anzunehmen finde ich auch.

00:14:53: Ja

00:14:54: es gibt ja so ein Spruch.

00:14:55: und glaubet wie die Kinder.

00:14:57: Also ich finde, das sollten sich manche Erwachsenen schon auch mal zu Herzen nehmen.

00:15:03: Dass man gar nicht immer alles vielleicht auch wissenschaftlich belegen muss und auch gar nicht einmal alles verstehen muss sondern es auch einfach mal glauben darf.

00:15:15: Die Bibel ist vor so viel tausend Jahren geschrieben worden Und es steht immer noch soviel Wahres drin was uns heute im Leben noch begleitet.

00:15:22: Warum soll das falsch sein?

00:15:26: Wenn ihr in all die Jahre zurückdenkt, diese zehn oder sogar schon fünfzehn Jahre, die ihr dabei seid habt ihr so einen schönsten Moment an den ihr zurück denkt.

00:15:36: Oder wo ihr vielleicht auch merkt, da hat sich bei einem Kind wirklich was bewegt.

00:15:40: das war ein tolles Gespräch, ein schöner Moment eine Entwicklung, die Ihr begleitet habt oder auch für euch persönlich einfach ein berührender schöner moment.

00:15:50: also ich kann jetzt nicht dem einen schönstmoment ausmachen, weil es gibt so viele schöne Momente und fast in jedem Kindergottesdienst gibt's wieder irgendein Wow-Effekt Honig.

00:16:02: Ach!

00:16:02: So hab ich das noch gar nicht gesehen oder die Gedanken habe ich mir noch gar nichts gemacht.

00:16:08: Ich finde es aber einfach auch toll und berührend wenn sich Kinder zum Beispiel dafür entscheiden sich dann noch taufen zu lassen, die vorher noch nicht getauft sind.

00:16:17: Und dann denke ich mir immer okay wir haben da nicht alles falsch gemacht.

00:16:24: Also ich habe jetzt eine Erinnerung an ein Kind, was dann zur Konfirmation gegangen ist und was sich in bestimmten Bibelfers als Konfermationsspruch ausgesucht hatte.

00:16:32: Der uns im Kindergottesdienst eine Zeit lang begleitet hat in Form eines Raps.

00:16:37: Also, wir haben den Bibelfaer ist einfach gerappt.

00:16:40: Und als dieses Mädchen eingesignet worden ist und vorgelesen wurde für welchen Fairs sie sich entschieden hat ... Ja irgendwie?

00:16:48: Da geht einem doch das Herz auf!

00:16:49: So wusstest

00:16:50: du vorher nicht?

00:16:51: Nee.

00:16:51: Aber wie schön...

00:16:51: Wir erfahren ja auch erst am Konfirmationsgottesdienst, wer es sich für welche Fairs entschieden hat.

00:16:57: Das war schon irgendwie auch so ein besonderer Moment aber wie Manuela schon sagte da gibt es so viele die kann man gar nicht aufzählen.

00:17:07: Mir fällt eine Situation ein, wir haben vor ein paar Jahren eine Wanderung gemacht mit den Kindergottesienstkindern und auch den Eltern.

00:17:18: Und da gab es mehrere Stationen die wir bewandert haben oder an denen wir uns entlanggewandert habe und eine Station davon war eine Segensstation.

00:17:31: dort wurde mit Öl einem Kreuz auf die Stirn gezeichnet Und ich bin davon ausgegangen, dass diese Station nicht beliebt ist oder nicht gerne angenommen wird.

00:17:47: Es war furchtbar heiß an diesem Tag

00:17:49: und...

00:17:51: Ich bin davon ausgegangen das wird nicht gerne angenommen und bin eines Besseren belehrt worden.

00:17:56: es wollten alle ein Segenskreuz haben und das war eine ganz tolle Situation.

00:18:05: in dem Moment war das richtig

00:18:07: Ein

00:18:09: Gänsehautmoment.

00:18:10: Genau,

00:18:11: zumal es auch die Option gab nicht nur auf die Stirn das Kreuz zu bekommen sondern man hätte es auch auf die Hand bekommen können und es haben sich alle für die Stirnen entschieden trotz gefühlten vierzig Grad.

00:18:26: Total schön!

00:18:29: Das was ich so raushöre ist da steckt ganz schön viele viele Stunden ehrenamtliches Engagement dahinter.

00:18:38: Was glaubt ihr, warum wollen immer weniger Menschen sich eher namentlich engagieren?

00:18:43: Gerade auch langfristig.

00:18:47: Na ja bequemer ist es schon die Abende auf der Couch vom Fernseher zu verbringen!

00:18:53: Aber erfüllender für mich nicht.

00:18:57: Manche sind vielleicht auch einfach beruflich viel mehr eingespannt als früher weil ja immer mehr Stellen wegreduziert werden und die gleiche Arbeit dann immer weniger bei so einem Hängen bleibt dass manch vielleicht doch einfach gar nicht mehr die Kraft haben dazu noch groß ehrenamtlich aktiv zu werden?

00:19:14: Das stimmt.

00:19:14: Ich denke, ein großer Einbruch so blöd das klingt ist auch durch Corona passiert weil da viele Menschen Blut geleckt haben an diesem.

00:19:23: ich kann ja auch statt zum Verein zu gehen oder zu meinem Ehrenamt auf der Couch sitzen die Beine hochlegen und nichts tun und da haben viele aufgehört mit Engagement.

00:19:39: Das ist so meine Beobachtung.

00:19:42: Für mich war das aber eine ganz schlimme Zeit, plötzlich zu Hause zu sein und keine Aufgabe zu haben.

00:19:49: Auch dieser persönliche Kontakt zu den vielen Menschen hat dann irgendwie gefehlt?

00:19:55: Was würdet ihr jemandem sagen der sich ehrenamtlich vielleicht einbringen möchte oder der überlegt was wäre für euch so das schlagende Argument dafür?

00:20:05: Also ich würde jedem, der das machen möchte nur Mut zusprechend.

00:20:09: Macht das?

00:20:09: Tut das?

00:20:10: Überlege einfach wie du dich einbringen kannst.

00:20:13: Jeder hat ja andere Gaben und dem einen legt das, dem anderen das.

00:20:16: Und wenn man diese Gaben nutzen kann und im Ehrenamt einbringen kann Ja herzlich willkommen!

00:20:22: Mach's einfach.

00:20:24: Auch wir würden uns über Verstärkung freuen.

00:20:26: Nicht weil uns das alles zu viel wird und über den Kopf wächst, aber wenn man es auf mehrere Schultern verteilt.

00:20:32: Und vielleicht auch neue Ideen bekommt durch noch weitere Unterstützung Dann kann da ja was ganz Tolles draus werden.

00:20:41: Es ist wirklich eine Bereicherung.

00:20:42: Ja dann wenn also gerade auch als Sarah dazu gekommen ist kam noch mal so ganz frischer Wind rein und nochmal andere Aspekte, die wir zwei, weil wir nun auch einfach Geschwister sind.

00:20:51: Vielleicht gar nicht so auf dem Schirm hatten.

00:20:54: Wir haben ja nur eine gleiche Erziehung genommen und haben vielleicht auch ähnliche Gedankengänge.

00:20:58: Und das tut einfach gut wenn da jemand anderes nochmal dabei ist.

00:21:03: Sarah?

00:21:04: Ja ich glaube Ehrenamt ist einfach bereichernd in jeglicher Hinsicht und es hat sehr viel mit Gemeinschaft zu tun.

00:21:13: Also ich bin sehr dankbar in dieser Gemeinschaft zu sein, denn alleine schafft man so viel nicht.

00:21:20: Was bekommt ihr dann persönlich zurück?

00:21:22: So für euch wo ihr schon so viel Zeit schenkt?

00:21:26: was ist das für euch persönlich jeweils?

00:21:30: Der Kontakt mit den Kindern ist schon sehr schön und gibt einem sehr viel.

00:21:34: zurückzusehen wie die Kinder mitsingen und wie sie auf bestimmte Bibelfersen reagieren oder Geschichten reagieren und was dann so an Antworten kommt, das ist echt toll.

00:21:50: Das macht

00:21:50: Spaß!

00:21:51: Ich finde auch es kommt viel Liebe zurück von den Kindern aber auch ein unglaublich großes Vertrauen in uns.

00:21:59: also die müssen uns ja auch erst mal irgendwo glauben was wir erzählen.

00:22:03: Es hat ja auch mit Vertrauen zu tun.

00:22:05: Das find ich auch ganz toll dass sie uns da so bedingungslos auch vertrauen.

00:22:09: Ja, das is wirklich Ganz oft ergreifend.

00:22:15: Jetzt habe ich schon öfter das Wort Gemeinschaft gehört, ihr alle engagiert euch ja nicht nur im Kindergottesdienst sondern auch in anderen Bereichen.

00:22:26: was bedeutet Gemeinschaft für euch und in welchen Gemeinschachten seid ihr denn noch so ehrenamtlich unterwegs?

00:22:33: Ja also hier in Nassau in der Kirchengemeinde bin ich ehrenamtlich noch im Posaumkorb unterwegs.

00:22:39: Ich spiele schon seit über dreißig Jahren Trompeten.

00:22:43: Ich habe auch meinen Mann kennengelernt, deswegen ist das so ein kleines Familiending mittlerweile.

00:22:51: Außerdem seh ich in Bad Ems noch in der Kantorei, also auch in der Kirchengemeinde im christlichen Bereich aktiv und wie meine Kinder noch zur Schule ging oder noch im Kindergarten waren da war ich auch im Schulalternbeirat und Elternausschuss.

00:23:05: vom Kindergaten- und Förderverein und also Ehrenamt beklartet mich

00:23:10: schon

00:23:11: gefühlt ewig.

00:23:13: Ich hab's aber auch von meinen Eltern so kennengelernt.

00:23:15: Die waren immer trotz Beruf und drei Kindern viel ehrenamtlich unterwegs, deswegen war das für mich alles selbstverständlich.

00:23:26: Gemeinschaft lebt ja davon, dass jeder sich irgendwie einbringt.

00:23:31: Nicht alles an einem Hängen bleibt irgendwie.

00:23:36: Hier in der Kirchengemeinde mache ich außerdem Kindergottesins, bin noch Ortsausschussvorsitzende ... Vorstand der Gesamtkirchengemeinde dazu natürlich immer mal, aber das machen wir drei.

00:23:50: Alle musikalische Gestaltung der Gottesdienste machen wir alle drei immer mit.

00:23:55: ich singe auch im Bad Ems in der erfänglichen Kantorai mit und ich mache auch seit siebzehn Jahren inzwischen Weihnachten Schuhkartons.

00:24:03: also da bin ich die Sammelstellenleiterin hier in Nassau und sammeln also jedes Jahr in der Aktionszeit fleißig Schuh-Kartons mit geschenken.

00:24:12: Ja, du sagst das so selbstverständlich.

00:24:13: Natürlich mache ich auch noch das und dass und das wahnsinnig viel!

00:24:18: Sarah, du bist glaube ich auch musikalisch aktiv.

00:24:20: soweit Ich weiß

00:24:21: genau.

00:24:22: also ich komme

00:24:23: aus der

00:24:25: Kita Arbeit Förderverein Elternausschuss Kita und Schule.

00:24:33: Ich habe vier Kinder da leppert sich.

00:24:35: Ich bin auch im Kirchenvorstand bzw.

00:24:41: im Ortsvorstand aktiv hier in Nassau und bin darüber hinaus im CVJM seit vielen Jahren aktiv, habe

00:24:53: da auch

00:24:53: meine Glaubensbasis bekommen und bin ja in der Musik sehr engagiert und bin da zurzeit erste Vorsitzende vom Frauenkammer Korkosima in Bad Ems.

00:25:09: Ihr macht so wahnsinnig viel ehrenamtlich.

00:25:13: Habt ihr manchmal auch gezweifelt oder gedacht, boh jetzt reicht's?

00:25:19: Das muss jetzt hier irgendwie anders werden weil vielleicht andere nicht mitziehen oder aus anderen Gründen das Zweifel aufgekommen sind an dem was ihr alles leistet.

00:25:29: So richtig gezweifelt, würde ich nicht sagen.

00:25:31: Man hat mal so Durststrecken wo es ein bisschen schwerer fällt, wo man gerade jetzt auch im Hinblick auf Kindergottesdienst vielleicht denkt, man hat einfach keine Ideen mehr oder Es fällt wirklich mal schwer in Thema zu arbeiten.

00:25:47: Wir hatten jetzt das Glück dass wir schon mehrfach aber bei so Gesamttagungen für Kirche mit Kindern dabei sein durften und das hat einem dann doch irgendwie immer wieder Rückenwind gegeben und hat man ja auch neue Ideen bekommen.

00:26:00: Und ansonsten motivieren wir uns, glaube ich, ganz gut gegenseitig.

00:26:06: auch vielleicht nicht so viele Ideen hat oder auch nicht so viel Zeit

00:26:08: hat, dann

00:26:10: fängt der andere das auf.

00:26:11: Es an der Zeit mangelt und dann kam es auch schon vor dass einer mehr oder weniger alleine den Kindergottis ins Vorbereitet hatten.

00:26:17: Dann die anderen gefragt haben ist das so in Ordnung?

00:26:19: Wöchtet ihr noch was anderes haben?

00:26:21: habt ihr noch eine andere Idee?

00:26:22: Das passiert schon auch mal.

00:26:23: man hat ja nicht immer gleich viel zeit

00:26:26: Aber das ist ja das Schöne an der Gemeinschaft.

00:26:30: Und auch wenn man mal nicht kann ich arbeite auch teilweise im schichtdienst und bin sonntags nicht Immer da, dann weiß ich aber ... Da sitzen noch Sarah und Manuela.

00:26:38: Die fangen das auf.

00:26:39: Und die feiern mit den Kindern, Kindergottesdienst.

00:26:41: Das wird genauso gut.

00:26:44: Auch da hilft wieder die Gemeinschaft?

00:26:46: Ja,

00:26:46: absolut!

00:26:47: Um dran zu bleiben.

00:26:48: Auf

00:26:48: jeden Fall.

00:26:49: Es ist ja gut, dass wir zu tritt sind.

00:26:52: Einer hat schon Zeit und nicht gerade noch ein Termin.

00:26:56: Irgendwie so was ganz Selten, dass alle drei mal einen Termin haben.

00:27:01: jetzt zum Beispiel ... Das war erst die Konfirmation letzte Woche.

00:27:04: Da ist es so, dass wir alle drei im Gottesdienst bei der Konfiration mit eingespannt waren und dann musste der Kindergottesins eben leider mal ausfallen.

00:27:13: aber wir haben als Ersatz dafür jetzt vergangenen Samstag eine Wanderung angeboten für die Kindergöttesins Kinder plus Familien.

00:27:21: also wir versuchen dann auch irgendwie einen Ausgleich dafür zu schaffen wenn's doch mal ausfall muss.

00:27:26: ja Jetzt macht ihr das schon über ein Jahrzehnt, wenn ich mir die Entwicklung so anschaue.

00:27:33: Auch von Kindern und Jugendlichen in dieser Zeit hat sich ja schon enorm viel getan.

00:27:36: also so Themen wie Digitalisierung oder du hast es angesprochen alles was durch Corona auch ausgelöst wurde.

00:27:43: Wie hat sich für euch die Gemeindearbeit in den letzten Jahren verändert?

00:27:47: Was gibt es dafür?

00:27:48: Themen die immer wieder aufpoppen wo ihr merkt da müssen wir Die Kinder anders einfangen vielleicht als das vor fünfzehn Jahren noch der Fall war.

00:27:59: Bei den Kindern fällt das mir nicht ganz so stark auf.

00:28:04: Aber bei der Erwachsenengemeinde finde ich, es ist doch stark rückläufig und das schiebe ich ein Stück weit auch Corona in die Schuhe.

00:28:17: Und da liegt mir sehr stark am Herzen, die Familien weder stärker einzubinden denn an dieser Basis arbeiten müssen, um eine Gemeinde wieder aufzubauen.

00:28:31: Die Orientierung an den Menschen die noch kommen ist auch wichtig keine Frage man muss natürlich mit dem arbeiten was da ist.

00:28:43: aber mir liegt es sehr am Herzen die Familien in den Blick zu nehmen und zu gucken brauchen denn Familien zur Zeit?

00:28:53: Was möchten die haben, was stellen sie sich unter Kirche

00:28:56: vor?".

00:28:58: Hast du da schon Antworten drauf?

00:29:01: Da habe ich keine vielen Antworten.

00:29:03: Aber auf unserer Gesamttagung, die war kürzlich, da war das auch ein großes Thema und da war ein heißer Tipp dass man über Essen, gemeinsam essen.

00:29:17: Also Gemeinschaft.

00:29:19: Klingt fantastisch!

00:29:21: Gemeinshaft übers Essen ist wirklich eine Sache die bei jedem gut ankommt und so glaube ich zu Gemeindearbeit ein großes Stück beiträgt.

00:29:37: Das merken wir aber auch bei unseren Kindern.

00:29:39: Wenn es was zu essen gibt das ist noch immer besonders.

00:29:45: Gibt es da noch andere Themen, die man aufgreifen könnte für die Zukunft?

00:29:54: Wir haben einige Ideen mitgebracht.

00:29:57: Wir werden sie jetzt mal im Gottesdienst-Ausschuss besprechen was da machbar ist.

00:30:04: aber ich fände es schön wenn da mehr ginge also wenn Kirche auf Familien zuginge und nicht wartet bis Familien in Kirche kommen.

00:30:17: Das wird auch nicht passieren.

00:30:19: Wir müssen schauen, dass wir Angebote schaffen, die interessant sind und neugierig machen, sodass sich Menschen angesprochen fühlen und einfach mal gucken kommen.

00:30:29: Und dann vielleicht merken, das ist doch ganz interessant hier, komme ich noch mal her!

00:30:33: Ja, und es passiert wenn Kirche rausgeht?

00:30:35: Wenn wir zu den Menschen gehen oder auf Plätze gehen oder in Veranstaltungen ... uns zeigen und nicht erwarten, dass die Menschen

00:30:48: kommen.

00:30:49: Genau das machen wir ja auch mit unserem Ehrenamt nächste Woche Samstag bei einfach heiraten.

00:30:55: da sind wir drei nämlich auch zu finden unabhängig vom Kindergottesdienst.

00:31:01: ganz wunderbare Veranstaltung.

00:31:03: wenn ihr ein bisschen in die Zukunft spinnen könntet so eine Vision wie wäre ne lebendige kirchengemeinschaft für euch Oder eine lebendige Kirchengemeinde.

00:31:14: Wie würde das aussehen?

00:31:15: Wie wird sich das anfühlen?

00:31:19: Gottesdienste feiern mit ganz vielen Singen, Bewegungen, Kinderlachen und wo die Kinder auch laut sein dürfen.

00:31:30: Und nicht immer nur brav in der Bank sitzen und still sein.

00:31:36: Aber auch für die Älteren trotzdem Momente schaffen, wo sie sich was mitnehmen können.

00:31:44: Es muss vielseitig sein.

00:31:46: Genau, einfach vielseite Angebote damit jeder irgendwas findet wo er sagt das passt für mich

00:31:53: genau.

00:31:54: da gehört ein großer Gott.

00:31:55: wir loben dich genauso dazu wie Einfach spitze dass du da bist.

00:32:02: gibt es etwas was euch Sorgen macht?

00:32:07: zukünftige möglicherweise zukünfte Entwicklung denkt auch was den Kinder Gottesdienst betrifft aber generell im Gemeinde leben?

00:32:15: Ja hier in Nassau haben wir ein ganz ganz großes Problem dass wir aufgrund dieser kompletten Umstrukturierung der Kirchengemeinden unser Gemeindehaus verlieren werden.

00:32:31: Und wir wissen tatsächlich nicht, wo wir im Jahr oder spätestens im Jahr und zwanzig Kindergottesdienst feiern können oder Kinderbibeltage halten können.

00:32:44: Das betrifft genauso die Posaunkorb-Proben, die Bibelarbeit.

00:32:49: Die Junscher?

00:32:51: Ja, alle Aktionen, die im Gemeinderhaus stattfinden können dann nicht mehr in diesem Gebäude stattfinden und es gibt auch noch kein Alternativgebäude dafür hier in Nassau was sich genau so eignet und was finanzierbar ist.

00:33:07: Das macht uns ganz schön große Sorgen.

00:33:10: Kurz den Hintergrund ... Barrierefrei hatte dir im Vorgespräch gesagt.

00:33:14: Das ist der Grund, weshalb ihr was Neues braucht aber noch nichts Neues Bezahlbares gefunden habt?

00:33:21: Ja entweder waren die Räumlichkeiten zu klein das einfach nicht ausreicht oder es war nicht bezahlbar und wir haben jetzt bis jetzt noch nicht Die idealen Räümlichkeiten gefunden.

00:33:34: also könnte ja auch sein dass wir etwas anmieten Aber es gibt halt bis jetzt.

00:33:41: Das sollte ja fußläufig irgendwie gut erreichbar sein.

00:33:46: Möglichst die Toiletten auch nicht im Keller haben, weil das war bei manchen Räumen dann das Problem.

00:33:51: Wenn der Raum selber barrierefrei ist, nutzt es noch lange nichts wenn die Toilletten im Keller sind.

00:34:00: Das heißt für euch stehen auch ein bisschen eure Angebote auf der Kippe, wenn ihr an die Zukunft denkt?

00:34:06: Weil kein Raum aktuell dafür vorhanden sein könnte.

00:34:11: Genau, also es bleibt dann eigentlich nur die Kirche.

00:34:15: Das soll gar nicht abwertend klingen.

00:34:17: Die Kirche ist ja nicht unbedingt immer ein kindgerechter Raum weil Kinder wollen toben, Kinder wollen laut sein.

00:34:23: Abgesehen davon fehlt uns in der Kirche auch die Möglichkeit Material unterzubringen.

00:34:30: Also wir haben hier im Gemeindehaus einen großen Schrank wo ziemlich viel schon drin

00:34:34: ist

00:34:35: und wir müssen nicht erst mit einem Auto voll Kisten anreisen um einen schönen Kindergottesdienst feiern zu können.

00:34:41: Wir haben eine Küche hier, die sehr viel wert ist.

00:34:47: Der Kirchenraum würde sich auch in dem Sinne nicht anbieten, dass wir parallel zum Erwachsenen Gottesdienst und den Kindern Gottesdicht anbieten.

00:34:53: Das würde dann auch nicht mehr funktionieren.

00:34:55: D.h.,

00:34:55: wir müssen von unseren Zeiten her etwas ändern.

00:35:00: Und ob dann noch ... Dass die Kinder zu einer anderen Zeit kommen, ist dann auch fraglich.

00:35:04: Das ist wirklich auch ein Stück Gewohnheit aber hat sich jetzt halt einfach so gut eingespielt.

00:35:09: Genau weil die Eltern das tatsächlich ja auch teilweise nutzen und wirklich in den großen Gottesdienst gehen während die Kinder hier sind.

00:35:19: Das heißt vielleicht auch der Appell an alle Zuhörerinnen und Zuhöre?

00:35:22: Wenn es nicht irgendwo in Nassau vielleicht was gibt und es gibt etwas, sich gerne auch bei euch zu melden.

00:35:29: Beim Hörlokal zu melde.

00:35:31: Bei uns

00:35:32: Rattarinnen oder so viel Magnussen?

00:35:34: Genau!

00:35:35: Dass da eine Lösung für euch und alle anderen Angebote die ihr habt auch möglich wird.

00:35:42: Jetzt haben wir gerade über Sorgen gesprochen.

00:35:44: Gibt's denn noch etwas das euch Hoffnung macht, was euch Zuversicht macht?

00:35:52: Gottesliebe wird ja nicht aufhören, nur weil wir keinen Raum haben und Kindergottesdienst fallen können.

00:35:57: Und ... Wir sind bisher so oft und so viel kreativ gewesen.

00:36:02: Vielleicht fällt uns dann auch noch was ein?

00:36:04: Aufhören werden wir mit Kindergöttesdiensten nicht!

00:36:09: Weil es einfach viel zu wichtig ist die gute Nachricht weiterzutragen.

00:36:14: Also das ist uns, glaub ich, wirklich eine richtige Herzensangelegenheit.

00:36:18: Ja, auf

00:36:18: jeden Fall.

00:36:20: Da können wir nicht mit aufhören, nur weil wir keinen Raum haben.

00:36:25: Das wird dann irgendwie weitergehen aber es wäre natürlich ein bisschen sorgenfreier wenn wir einen Raummöglichkeit hätten die wir immer und konstant nutzen könnten.

00:36:36: Bevor wir noch eine kleine Schlussrunde machen haben wir aber noch gar nicht darüber gesprochen an welchen Tagen denn überhaupt der Kinder Gottesdienst beginnt und ob ich als Kind hier in der Gemeinde da einfach so dazustoßen darf oder wie das genau eigentlich funktioniert, weil möglicherweise gibt es ja den einen oder anderen, der gerne mit dazu kommen möchte.

00:36:57: Wir laden alle Kinder

00:36:58: ein

00:36:59: zwischen drei und dreizehn Jahren die gerne mal vorbeikommen würden ins Gemeinderhaus an jedem zweiten und vierten Sonntag im Monat einfach mal vorbei zu kommen gucken auch nicht auf die Konfession.

00:37:17: Das ist also vollkommen egal, was da an Hintergrund, an christlichem oder auch nicht-christlichem Hintergrund ist.

00:37:27: Wir prüfen auch nicht ob jemand getauft ist oder nicht.

00:37:29: das ist auch erstmal egal.

00:37:31: wir treffen uns immer Viertel nach zehn bis halb zwölf Sonntags genau

00:37:37: außer in den Schulferien.

00:37:41: Da pausieren wir.

00:37:42: Für uns startet jetzt der Kindergottesdienst dann am neunten August wieder, an dem Sonntag bevor dann die Schule beginnt.

00:37:49: Ihr startet wieder am neünten August sozusagen in die zweite Jahreshälfte Kinder Gottesdienst-Saison mit Blick aber wahrscheinlich auch schon auf die Weihnachtszeit.

00:37:59: vielleicht können wir das gerade mit einem kleinen Aufruf verbinden Sarah?

00:38:03: Genau!

00:38:04: Wir werden dieses Jahr an Weihnachten wieder ein Krippenspiel aufhören.

00:38:08: Ein Singenspiel für Kinder und da bereiten wir uns ab den Sommerferien so langsam dann auch schon drauf vor, und freuen uns sehr wenn da singbegeisterte Kinder die vielleicht noch gar nicht im Kindergottesdienst sind Dazu stoßen und einfach Spaß haben.

00:38:29: Und die Weihnachtszeit mit uns ganz besonders genießen wollen auf musikalischer Art, und dann den Heiligabend Gottesdienst mitgestalten

00:38:39: möchten.".

00:38:41: Dann würde ich gerne in die Schlussrunde starten und gerne jeden von euch fragen was bedeutet für euch persönlich Kirche?

00:38:48: Für mich heißt Kirche die Gemeinschaft von Christem.

00:38:53: Ganz allgemein gesprochen!

00:38:55: Wenn man jetzt vom Raumkirche ausgeht, finde ich ist das eine gute Art Kraft zu tanken und ja Gott auch näher zu sein.

00:39:07: Sich wirklich auf ihn noch besser konzentrieren zu können.

00:39:12: im Alltag ist das ja manchmal ein bisschen schwierig und geht auch bei uns sicherlich manchmal oder bei mir auf jeden Fall auch manchmal unter.

00:39:23: Für mich ist Kirche sehr viel Gemeinschaft mit Glaubensbrüdern und Schwestern.

00:39:30: Und das Gefühl

00:39:32: zusammen

00:39:33: zu gehören im Glauben, und am meisten spüre ich das in der Musik.

00:39:45: Wenn ihr jungen Menschen einen Satz mit auf den Weg geben könntet ... Du lachst schon!

00:39:53: Ja, wer hat

00:39:54: tatsächlich

00:39:55: ein interessantes Erlebnis jetzt bei unserer Wanderung?

00:40:00: Außer, dass wir ein Kind in den Konfirmatenunterricht verabschiedet haben.

00:40:03: Haben wir auch ein weiteres Kind verabsiedelt, weil es wegzieht und ... Wir wollten auf das Geschenk, was wir gemacht haben, gerne einen Bibelfers drauf schreiben.

00:40:13: Ich hab dann einfach mal die beiden gefragt, was denkt ihr?

00:40:15: Fällt euch da einer ein?

00:40:17: Und von beidem kam die gleiche Antwort.

00:40:20: Das war genau der Bibelferst, den ich mir schon ausgedacht hatte.

00:40:25: Es ist ein Bibelferster steht bei Joshua Eins fährst neun und er heißt sei mutig und stark, hab keine Angst.

00:40:33: Und lass dich durch nichts erschrecken, denn ich der Herr dein Gott bin bei dir wohin du auch

00:40:37: gehst.".

00:40:39: Was für ein wunderschönes Schlusswort, Manuela.

00:40:42: Vielen Dank!

00:40:42: Das würde ich auch gerne als Schlusswort nehmen für dieses schöne Gespräch über und mit drei Frauen- und drei Lebenswegen, über die wir jetzt ein bisschen was gehört haben – und die alle doch irgendwie etwas ganz Wesentliches verbindet nämlich die Bereitschaft Zeit und Kraft und Herzblut für andere Menschen einzusetzen.

00:41:01: Vielen vielen herzlichen Dank für euer ehrenamtliches Engagement und heute Abend für dieses wunderbare Gespräch.

00:41:08: Danke schön.

00:41:10: Vielen Dank,

00:41:11: sehr gerne!

Über diesen Podcast

HÖRlokal soll mehr sein als ein Podcast. Es soll Erinnerungen beleben, zum Lachen bringen, mit Musik beflügeln, Heimatgefühl schenken. Und ja, vielleicht auch die Menschen wieder etwas näher zueinander bringen. Dort, wo in den letzten Monaten Distanz entstand, dort wo die Entfernung zu weit und die Einsamkeit zu groß geworden ist. Wir wollen das Nassauer Land mit seinen wunderbaren Menschen nicht nur erlebbar, sondern auch hörbar machen.

Ideengeberin des Projektes „HÖRlokal“ ist Andrea Mathy, Projektleiterin ist Jennifer Ingmann. Träger unseres Projektes ist der Sozialkompass Nassau e.V.. Dank der großartigen Unterstützung der G. u. I. Leifheit Stiftung ist unser Projekt für eine einjährige Pilotphase gesichert.

von und mit Jennifer Ingmann und Andrea Mathy

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